Natürliche Landwirtschaft

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    Eine Philosophie der Harmonie mit der Erde

    Die Grundsätze und Methoden der Natürlichen Landwirtschaft wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von Mokichi Okada in Japan entwickelt. Okada ging es um das Erwecken eines erneuten Verständnisses der Harmonie zwischen den natürlichen Elementen der Erde. Er führte umfangreiche Forschungsarbeiten an der Entwicklung von landwirtschaft-lichen Methoden durch, mit Hilfe derer die ergiebigsten und segensreichsten Ergebnisse für die Ernährung des menschlichen Körpers und Geistes erzielt werden können. Im Rahmen dieser Arbeiten entwickelte er Anbaumethoden, die für die Fortschritte in der Landwirtschaft bahnbrechend sind, ohne Beeinträchtigung der Reinheit und Integrität der Produkte.

    Was die natürliche Landwirtschaft von anderen Anbaumethoden unterscheidet, ist ihr grundsätzlicher Respekt für alle Elemente, die am natürlichen Wachstumsprozess beteiligt sind - Licht, Boden, Wasser und Luft. Natürliche Landwirtschaft ermöglicht tiefe Einsicht in die Bedeutung eines jeden dieser Elemente, sowie in die Vorteile, die sich ergeben, wenn man lernt, in Harmonie mit diesen zu arbeiten. In der heuten Verbrauchergesellschaft haben die Menschen kein Verständnis mehr für die grundlegende Verknüpfung zwischen allen Lebensformen, mit dem Ergebnis, dass wir uns von der natürlichen Welt isoliert haben. Was für Jahrtausende eine Selbstverständlichkeit war - die Verbindung zu den natürlichen Elementen - ist heutzutage nicht mehr sichtbar. Die Eingriffe in die Natur haben der menschlichen Gesundheit und dem Wohl unseres Planeten einen erheblichen Tribut abverlangt. Natürliche Landwirtschaft versucht, die lebenswichtige und heilige Beziehung zwischen Mensch und Umwelt wieder herzustellen.

    Das Konzept der Natürlichen Landwirtschaft begründet sich auf einer hoch entwickelten Lebensphilosophie und hängt eng mit den physikalischen und spirituellen Gesetzen zusammen, die nach Auffassung des Gründers des Gedankens das Universum beherrschen.

  • "Das Prinzip der Natürlichen Landwirtschaft ist über allem stehender Respekt und Sorge um die Natur", so Okada in seinem Buch "Die große Revolution der Landwirtschaft". Ausdruck dieses Respekts sind minimale Interventionen in die Wachstumsprozesse. Während viele Arbeitstechniken, die heutzutage in der Landwirtschaft eingesetzt werden, auf der Überzeugung beruhen, dass eine Kontrolle und Manipulation des Wachstumsprozesses unumgänglich sind, sieht die natürliche Landwirtschaft größeren Nutzen in der Unterstützung und Zusammenarbeit mit den Kräften der Natur.

    Somit wird der Boden in seinem natürlichen Zustand angebaut, ohne Zusätze fremder Elemente. Bei sachgemäßer Bearbeitung des Bodens bietet dieser der Pflanze bessere Nahrung ohne Zusatz von chemischen Düngern, die verhindern, dass die natürliche Energie des Bodens an die Pflanzen gelangt. Das Saatgut wird in seiner natürlichen Reinheit respektiert und nicht für bestimmte Zwecke manipuliert. Umfangreiche Erfahrungen haben bewiesen, dass diese Verfahrensweise zu Feldfrüchten führt, die gesünder sind, länger frisch bleiben und besser schmecken als landwirtschaftliche Produkte, die durch derzeit konventionelle Anbaumethoden gewonnen werden.

    Ein wesentliches Element für den Erfolg der Natürlichen Landwirtschaft ist die Beziehung zwischen Erzeuger und Produkt. Der Bauer spielt eine wesentliche Rolle. Bei der natürlichen Anbaumethode haben Einstellung und Verhalten des Anbauers gegenüber seinen Erzeugnissen direkte Auswirkung auf deren Qualität. Der Bauer, der sich um die Feldfrüchte kümmert und deren Wesen versteht, kann entsprechend nutzbringende Ergebnisse erwarten. Mokichi Okada sah Landwirtschaft als Kunst, geschaffen von Menschenhand und Menschenherz. Der Bauer nimmt eine Schlüsselstellung an der Wiederherstellung und Erhaltung des Gleichgewichts innerhalb der Natur ein, ein ganz entscheidender Faktor für das Gelingen der Natürliche Landwirtschaft .