Jyorei

  • Jyorei ist Heilen durch Gebet und Heilen durch Kunst. Durch gezieltes und allmähliches Ausrichten eines spirituellen Lichts werden geistige Unreinheiten oder “Wolken”1- die Ursachen von körperlichen, emotionalen und persönlichen Zwisten – durchdrungen und lösen sich auf. “Jyorei” bedeutet “Reinigung des Geistes”. Meishusama hat diese Heilmethode in den dreißiger Jahren als Behandlung für körperliche Leiden entwickelt. Die von Shumei-Anhängern praktizierten Heilpraktiken erhielten ihre abschließende Form in 1947, nur wenige Jahre vor dem Ableben des Meishusamas.

    Jyorei ist ein Akt des “Mitteilens” und involviert meist zwei Menschen, einer, der spendet und einer, der empfängt. Neben einer tiefgreifenden Heilung wird die Empfängerperson oft von einem Gefühl der Ruhe und des Wohlbefindens durchdrungen. Das Geheimnis von Jyorei liegt jedoch darin, dass diese Gabe dem Spender noch mehr Segen bringt, insofern als er nicht nur selbst Nutzen erzielt, sondern ein größeres Verständnis für Mitleiden und Liebe für andere entwickelt. Der Spender fungiert demnach als Kanal oder Medium, durch den die Lichtenergie aus der spirituellen Welt zum Empfänger geleitet wird. Jyoreis viele Segnungen erstrecken sich nicht nur auf den Spender, sondern auf alle, die an dieser Seelenverwandtschaft teilhaben.

  • Das Schöne an Jyorei ist, dass diese Heilkunst nicht nur Mitgliedern einer spirituellen oder religiösen Elite vorbehalten bleibt, sondern von allen praktiziert werden kann, die mit Shumei verbunden sind. Jyorei kann überall und allen Mitmenschen vermittelt werden.

    Jyorei ist eines der drei Hauptelemente von Shumei. Die anderen zwei sind natürliche Landwirtschaft und die Förderung eines Sinnes für Kunst und Schönheit. Diese drei Komponenten reflektieren Shumeis Streben nach geistiger und körperlicher Heilung, einer gesunden Umwelt und einer Welt voller Schönheit.

    Unter natürlicher Landwirtschaft verstand Shumeis Gründer, Mokichi Okada, Anbaupraktiken auf spiritueller Grundlage. Das Wesen der natürlichen Landwirtschaft liegt in der Wertschätzung der Natur und Anbauweisen, die sich eng an das natürliche Wachstum von Pflanzen in ihrer ursprünglichen Umgebung anlehnen.